Haben Sie sich jemals gefragt, wie ein Komet riecht? Teilweise können wir diese Frage dank Messungen der ROSETTA Mission beantworten. Ein Massenspektrometer kann man sich wie eine elektrische Nase vorstellen – es kann Moleküle in der Luft identifizieren. Das ROSINA Instrument an Bord von Rosetta bestand aus einer Reihe solcher elektrischen Nasen und zusätzlich einigen Druckmessern, welche die Gase um den Kometen rochen, als sich der Komet bei der Annäherung an die Sonne erwärmte. Mit diesen Informationen war es möglich, eine Art ‘Parfüm’ herzustellen, welches dem Geruch der Moleküle um den Kometen ähnelt. Das Parfüm wurde dann für duftende Postkarten genutzt – welche Sie wahrscheinlich auf diese Webseite geführt haben.

In Realität wäre es allerdings nicht ratsam, an einem Kometen zu riechen, denn einige Moleküle die ROSINA aufspürte, sind giftig (wie Schwefelwasserstoff, Ammoniak und sogar Blausäure) und es gibt keine Atmosphäre (oder Sauerstoff) zum Atmen, sogar wenn man die tiefen Temperaturen von bis zu -50°C vernachlässigen würde.

Die meisten Moleküle die ROSINA/ROSETTA gefunden hat sind uns vertraut und ziemlich harmlos wie z.B.

  • H2O Wasser
  • CO Kohlenstoffmonoxid
  • CO2 Kohlenstoffdioxid

welche alle vom Eis stammen, das einen Grossteil des Kometen ausmacht. Andere haben einen starken Geruch oder sind sogar schädlich:

  • NH3 Ammoniak
  • CH2O Formaldehyd
  • CH3OH Methanol and CH3CH2OH Ethanol!
  • SO2 Schwefeldioxid

Als Eselsbrücke wurden vom ROSINA Team allen gefundenen Molekülen Tiere zugeordnet. Zu den interessanteren Molekülen gehören z.B. Glyzin (eine Aminosäure – Cartoon der erklärt wie ROSINA Glyzin gefunden hat) und Edelgase.

Auch das Center for Space and Habitability (CSH) befasst sich mit der Untersuchung von Kometen.

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